Mit „JazzPrix“ präsentieren die Veranstalter von Jazz an der Donau und dem tschechischen Bohemia JazzFest einen gemeinsamen Nachwuchswettbewerb. Der bilaterale Contest wird 2011 zum dritten Mal ausgetragen. Er unterstützt und fördert den kulturellen Austausch zwischen Deutschland und Tschechien. Dabei geht es um sämtliche Ausprägungen des Jazz.
Ab sofort sind alle Jazz-Musiker und Jazz-Bands mit einem maximalen Altersdurchschnitt von 29 Jahren und ohne Plattenvertrag aufgerufen, ihre Unterlagen einzusenden.
Bewerbungen können entweder per Online-Kontaktformular oder per Post (snapshot Redaktionsbüro, Stichwort: JazzPrix, Herterichstraße 89, D-81477 München) eingereicht werden. Einsendeschluss ist der 20. Januar 2011. Es können nur Bewerbungen berücksichtigt werden, die vollständig eingegangen sind.
Am 10. März fand im Straubinger Mannschaftscasino das Finale des dritten bilateralen Jazz-Nachwuchswettbewerbes JazzPrix statt. Vor großer Kulisse begeisterten alle Finalteilnehmer – Miroslav Hloucal Quartett und Jonas Herpichböhms Ohropack belegten den ersten und zweiten Platz des JazzPrix 2012.
Straubing/München, im März 2012 Hohes musikalisches Niveau und enorme Spielfreude – damit punkteten ausnahmslos alle Finalisten beim JazzPrix-Finale 2012 am 10. März im Straubinger Mannschaftscasino. Letztendlich aber hatten die aus Mannheim stammende Formation Jonas Herpichböhms Ohropack und das Miroslav Hloucal Quartett aus Tschechin die Nasen vorne.
Wie schon in den vergangenen Jahren darf sich die Siegerband Miroslav Hloucal Quartett über 10.000 Euro, das zweitplatzierte Jonas Herpichböhms Ohropack über 3.000 Euro Preisgeld freuen – ein beachtliches Startkapital für eine musikalische Karriere. Heinz Huber, Mit-Initiator des bilateralen Wettbewerbes: „Die Qualität aller beteiligten Bands hat mich auch in diesem Jahr fasziniert. Wer diese jungen Formationen gehört hat, weiß, dass der Jazz eine Zukunft hat.“
Hohes Niveau und Kompetenz zeichnete das dritte Finale der Nachwuchsplattform auch abseits der Bühne aus. Die Jury bestand in diesem Jahr aus dem tschechischen Jazz-Star Rudy Linka (u.a. John Abercrombie, Jim Hall), dem Gründer des Jazz-Labels Artia Records Otakar Svoboda und dem Ex-Reamonn-Gitarristen, Produzenten und Labelchef Uwe Bossert. Ein fachkundiges Trio, das sich ihr Urteil nicht leicht machte – mit dem Miroslav Hloucal Quartett und Jonas Herpichböhms Ohropack aber Bands kürte, die auch in der Zuschauergunst ganz oben standen. Ralph Huber, von Jazz an der Donau e.V. und Mit-Initiator: „Wir hatten in diesem Jahr mehr Bewerbungen denn je, dazu eine super qualifizierte Jury und schließlich hervorragende Bands – der JazzPrix 2012 war auf allen Gebieten ein voller Erfolg.“
Entsprechend gut war auch die Stimmung unter den rund 200 Gästen im Straubinger Mannschaftscasino, in dem in diesem Jahr erstmals das JazzPrix-Finale stattfand.
Über Miroslav Hloucal Quartett:
Miroslav Hloucal gehört seit Jahren zu den besten Trompetern Tschechiens. Mit seinem lyrischen, auf höchstem technischen Niveau angesiedelten Spiel machte er bereits in Formationen wie Lanugo, Infinite Quartett, Punkte und Bucinatores auf sich Aufmerksam. Mit dem Miroslav Hloucal Quartett leitet er jetzt seine eigene Band, die sich ganz dem Fusion, Funk und zeitgenössischen Jazz verschrieben hat.
Über Jonas Herpichböhms Ohropack:
Jonas Herpichböhm (Schlagzeug), Niko Seibold (Altsaxophon), Janis Hug (Trompete), Konrad Blasberg (Kontrabass) und Konrad Hinsken (Piano) haben sich an der Musikhochschule Mannheim kennengelernt, Jonas’ Bruder Tilman komplettiert das Sextett. Die Band reichert ihren Modern-Jazz-Sound durch Einflüsse aus Klassik, Bebop und Popmusik.
JazzPrix 2012 – Die Finalisten
Pantoum
Ebene 0
Jonas Herpichböhms Ohropack
Tom Listl Trio
Trioskop
Miroslav Hloucal Quartett (Sieger der tschechischen Vorausscheidung)
Konnten das Finale für sich entscheiden: das Miroslav Hloucal Quartett mit der Jury im Hintergrund
